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WAZ vom 08.06.1972

Partnerschaft mit Longbenton:

Der Abschluß wurde feierlich vollzogen

Kerngedanken in Festreden der beiden
Bürgermeister: Friede – Freundschaft – Freiheit

OER-ERKENSCHWICK. Die Delegation der Stadt Oer-Erkenschwick ist gestern nachmittag von Düsseldorf nach Longbenton geflogen, um die Partnerschaftsurkunde zu unterschreiben und damit die Partnerschaft mit der englischen Stadt wirksam werden zu lassen. Die Sondersitzung des Rates, in der unterzeichnet wurde, fand gestern abend statt.

Bürgermeister Netta betonte in seiner Ansprache, daß es für beide Völker ein langer Weg gewesen sei, sich wieder zusammenzufinden. In zwei Kriegen hätten Millionen von Menschen beider Völker ihr Leben lassen müssen. Man müsse darum gemeinsam alles tun um die Wiederholung solcher Schrecken zu verhindern.

FREUNDSCHAFT

Die Demkratie sei das verbindende Element beider Völker. Beide Länder seien Partner, seien miteinander verbündet, man könne sogar sagen, sie seien miteinahdbr befreundet. Es gehe nicht darum, so meinte Heinz Netta, daß die Regierungen miteinander sprechen, viel mehr gehe es darum, daß Menschen miteinander in Berührung kommen, über Grenzen hinweg, trotz trennender Spracben, verschiedener Kulturen und unterschiedlicher Weltanschauungen und Meinungen.

GESPRÄCH

Netta ging dann auf den europäischen Gedanken ein. Europäer sein heiße Freizügigkeit, dort leben und arbeiten zu können, wo man möchte und trotzdem zu Hause zu sein: In Europa. Er ging dann vor allem auf die gegenseitigen Verständigungen und Freundschaft, vor allem durch die Jugend, ein.

EINSTIMMIG

Partnerschaft dürfe nicht nur formell beschlossen werden, sondern man müsse sie ständig mit neuem Leben erfüllen und ihr immer wieder neuen Auftrieb geben. Netta gab bekannt, daß der Rat der Stadt Oer-Erkenschwick zur Annahme dieser Partnerschaft einen einstimmigen Beschluß gefaßt habe. Und dieser Beschluß werde jetzt in die Tat umgesetzt.

GEDANKT

Der Bürgermeister von Longbenton, der eingangs die deutschen Gäste begrüßt hatte, dankte der Delegation für ihr Vorhaben. Dann unterzeichneten beide Bürgermeister die Partnerschaftsurkunde.

Heute, Freitag, besichtigt die Delegation das Gymnasium Killingworth, dessen Direktor Tom King ist. Nach einer Stadtrundfahrt wird in Killingworth das Mittagessen eingenommen und nachmittags die Federationsbrauerei besichtigt. Am morgigen Samstag fahren die Oer-Erkenschwicker zum Bergarbeitertreffen nach Bedlington, wo auch das Mittagessen eingenommen wird. Um 17.30Uhr folgt ein Besuch des Dudleyclubs.

Der Sonntag ist für eine Tour durch Northumberland vorgesehen. Am Montag erfolgt um 9.30 Uhr die Abfahrt vom Hotel in Longbenton. Um 11.30 Uhr wird das Kraftwerk in Blyth besichtigt, dann geht es zum Mittagessen zum Flughafen Newcastle. Dort erfolgt der Rückflug um 15 Uhr mit Zwischenlandung in London, wo man um 15.50 Uhr eintrifft. Um 17.15 Uhr geht es dann ab London nach Düsseldorf, wo die Maschine fahrplanmäßig um 18.25 Uhr landen soll.

Delegation vor der Abfahrt

VOR DER ABFAHRT nach Düsseldorf zum Flughafen: Das Stimbergstädtische Team, das den Partnerschaftsvertrag in Longbenton/Nordengland abschließen wird. (WAZ-Bild: Kruse)

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